ich war schon lange nicht mehr hier; denn es hat so lange Zeit gut geklappt...bis jetzt...
Ich hoffe ich finde hier Hilfe:
Mit unserer Maus haben wir mit 6 Monaten erfolgreich die Kur durchgezogen. Jetzt ist sie 2 Jahre und 2 Monate alt. Also es hat lange Zeit gut geklappt, wenn auch nicht bilderbuchmäßig.
Es führte allerdings auch dazu, dass wir immer mehr die Sache haben schleifen lassen, zumindest was das abendliche Ins-Bett-Bringen anbetraf; zwar hat es immer so ziemlich das gleiche Ritual, jedoch leiern wir nicht mehr immer dasselbe, manchmal sagen wir einfach irgendeinen Gutenacht-Gruß. Schon so ziemlich von Anfang an bekommt sie auch Trinken mit ins Bett und öfter eine Spieluhr - jedenfalls wie gesagt, nicht bilderbuchmäßig, aber hat halt immer super funktioniert...
Seit 3 Tagen schreit sie uns abends mindestens 45 min lang alles zusammen. Und zwar nicht wütend sondern richtig verzweifelt. Sie lässt sich fächern, die arme Maus wehrt sich überhaupt nicht, sondern es wirkt eher wie so eine "traurige Ergebenheit", was mir viel mehr leid tut, als wenn sie wütend wäre und sich wehren würde, etc... Das tut mir dann unendlich leid, dass sie so verzweifelt sich ihrem Schicksal ergibt, jedoch dabei wahnsinnig viel brüllt. Aber ohne aufstehen etc. Sie liegt einfach nur da und brüllt völlig ergeben...
Mit unserer alten Leier brüllt sie umso mehr. Das führt dazu, dass wir alles (andere) versuchen, dass sie wieder ruhig wird. Bleibe ich vor der Tür und leiere in zeitlichen Abständen, wirds mit ihr nur schlimmer und mir tut sie immer mehr leid, da das Weinen sehr verzweifelt ist, nicht wütend. Nach ca. 45 min lässt sie sich durch irgendeinen Kompromiss dann doch beruhigen und schläft ein. Es ist aber immer was anderes; mal schimpfe ich ganz doll "SO JETZT IST SCHLUSS!!" oder heute hab ich sie nochmal hochgenommen, da hat sie sich in meinen Armen ausgweint und dann wollte sie noch bisschen Teeflasche und plötzlich gings so langsam. Also es ist nicht gerade befriedigend - für niemanden...
Wie könnte ich sanft mit der Kur am besten einsteigen? Hab nochmal im Buch gelesen, aber ich will sie nicht so abgedroschen behandeln. Wie gesagt, leiern und fächern macht sie nur noch trauriger und sie weint noch verzweifelter dann...
Was habe ich für eine Möglichkeit?
Noch in Kurzfassung eine Vorgeschichte:
Vor 2 Wochen waren wir in der Kinderklinik mit ihr, 1 Woche lang wegen Lungenentzündung. Seit dieser Woche ging sie wieder in den KiGa, das funktionierte recht gut, aber genau mit Beginn des KiGa's fingen diese Abende an.... Die Eingewöhnung liegt im übrigne noch nicht lange zurück. Ca. 6 Wochen erst.
Bitte, was könnte die Kleine so quälen?!?!?!
Nach Trotzphase sieht es mir nicht aus; es ist kein "Trotz", sondern fühlt sich wirklich eher wie Verzweiflung an. Aber wegen was?? Und wie können wir ihr helfen? Vlt ist es nur ein Wachstumsschub? (damit hatten wir ab und an auch schlechte Abende und Nächte; vielleicht legt es sich in ein paar Tagen ja wieder?? Aber es tut uns halt so leid, was mit ihr gerade passiert..)
Hoffe, ihr habt genug Geduld gehabt, den Text zu lesen...ist alles bissl viel. Und hoffe auf Tipps und Hilfe...
Sanara